Freitag, 6. September 2019, 19:00 - 21:00, Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin

Hohe Häuser, lange Schatten: Das Gewerkschaftsunternehmen NEUE HEIMAT

Linke Metropolenpolitik

Die frühere Firmenzentrale in der Lübecker Straße 1, geplant von Ernst May

Es waren die Jahre des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders, als die NEUE HEIMAT zum größten nicht-staatlichen Wohnungsbaukonzern Europas wurde. Das gemeinnützige Gewerkschaftsunternehmen prägte die Aufbau- und Wirtschaftswunderzeiten der BRD mit über 480.000 Wohnungen und zahlreichen öffentlichen Bauten, Schulen und Kindergärten sowie den ersten Einkaufszentren, die sich damals auszubreiten begannen. Der Niedergang des Unternehmens Anfang der 1980er Jahre war ein Schock für die Bundesbürger – Geldhinterziehung und Misswirtschaft hatten nicht nur ein gemeinnütziges Unternehmen ruiniert, sondern bedeuteten auch das Ende der Gemeinwirtschaft.

Referentin: Dr. Hilde Strobl, Kuratorin der Ausstellung "Die Neue Heimat (1950–1982). Eine sozialdemokratische Utopie und ihre Bauten" – aktuell im Museum für Hamburgische Geschichte

Moderation: Fabian Kunow

Kosten: 2,00 Euro

Wo?

Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin
Kopenhagener Str. 9
10437 Berlin