Veranstaltungen
  • 19. Okt 2018, 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr:

    Birobidschan oder: „Nicht mehr Mücken als in der Umgebung von Berlin oder Wien"

    Literatur und Gesellschaft

    Foto
    Sabine Bergler

    Im Jahr 1928 kam es in der Sowjetunion zu einem international aufsehenerregenden Beschluss: In Birobidschan, im Osten Sibiriens sollte ein jüdisches Siedlungsgebiet errichtet werden. Die ersten Siedler fanden außer Zelten nicht viel vor. Tatsächlich wurde in den ersten Jahren eine rege jiddische Kultur aufgebaut. 1934, im Jahr der Proklamation der Jüdischen Autonomen Provinz, reiste die Autorin Lili Körber nach Birobidschan, auch ihr Reisebericht ist voller Zuversicht: "In zehn Jahren ist Birobidschan eine Stadt mit Parkanlagen, hohen Häusern und einem richtigen Straßenverkehr. Und in fünfzig Jahren? Wie wird Birobidschan, wie wird die Welt in fünfzig Jahren aussehen?" Doch schon die nächsten zwanzig Jahre brachten kaum vorstellbare Entwicklungen ...

  • 20. Okt 2018, 11:00 Uhr bis Sonntag, 21. Oktober 2018, 18:00 Uhr:

    Silvia Federici "Caliban und die Hexe"

    Berlin von unten trifft Junge Panke

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    In dem Workshop wollen wir gemeinsam die Entstehung heutiger Vorstellungen weiblicher Körperlichkeit erarbeiten und die mit ihnen zusammenhängenden Praktiken. Nach Silvia Federicis Werk "Caliban und die Hexe" gehen wir davon aus, dass während der Entstehungsphase des Kapitalismus nicht nur eine Proletarisierung der Massen und eine spezifische, geschlechtlich codierte Arbeitsteilung durchgesetzt wurde, sondern ebenso neue und miteinander gekoppelte Vorstellungen von Natur, Körper und Geschlecht. Diese historischen Entwicklungen führten zu bisher nicht dagewesenen Formen der Disziplinierung und Unterwerfung von Frauen. Die Herausbildung differenzierter patriarchaler Herrschaftsformen verknüpfte bestimmte Auffassungen weiblicher Körperlichkeit mit der symbolischen und rechtlichen Regulierung des Zugriffs auf den weiblichen Körper sowie der Organisation der Reproduktionsarbeit.

  • 22. Okt 2018, 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr:

    Wie kam die Deutsche Wohnen in die Welt?

    Linke Metropolenpolitik

    DW

    In den letzten Jahrzehnten wurde der soziale Wohnungsbau privatisiert. Damit begann der Aufstieg von finanzialisierten Akteuren, die ehemals öffentliche Wohnungsgesellschaften kauften. In einer ersten Phase erwarben Private-Equity-Fonds die Mietwohnungen. Die Deutsche Wohnen war anfangs ein solcher Fond der Deutschen Bank AG. Im zweiten Schritt entwickelte sie sich zu einem eigenständigen börsennotierten Unternehmen. Für die MieterInnen und Beschäftigten bedeutete dies nichts Gutes. Im Vortrag wird die Transformation des deutschen Wohnungsmarktes sowie die damit verbundene Bedeutung der Deutsche Wohnen SE dargestellt.

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  • Wie kommen wir zur Entkriminalisierung von Hausbesetzungen? Podium zur Geschichte und Gegenwart von Hausbesetzungen in Berlin

    Mitschnitt einer Veranstaltung der Hellen Panke im ACUD macht neu

    Durch die seit einigen Jahren in Berlin herrschende Wohnungskrise bekommen Hausbesetzungen auch hier wieder Aktualität und erfahren Sympathie: 53 % der Berlinerinnen und Berliner finden es laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der "Berliner Zeitung" legitim, Häuser zu besetzen, um auf Leerstand bei gleichzeitiger Wohnungsnot aufmerksam zu machen. Ist es also an der Zeit, den Umgang mit Hausbesetzungen zu überdenken und die "Berliner Linie" zu ändern? Mehr

    Von Diskussion mit: Katina Schubert (Vorsitzende DIE LINKE.Berlin), Kim Schmittz & Charlie Neumann (beide engagiert bei #besetzen), Philippe Koch (Stadtforscher aus Zürich) Moderation: Dr. Andrej Holm

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Marx 200
Ladenlokal der Stiftung Helle Panke