Die drei Autorinnen stellen im FMP1 ihr Buch über die NSU-Morde vor. Gemeinsam wollen wir diskutieren, warum migrantische Solidarität so wichtig ist. Zudem stellt die Initiative «Berlin erinnert München OEZ» ihre Pläne für Bildungsmaterialien für Schulen vor.
Pioniere der neuen Marx-Lektüre Brasiliens, von: Renata Guerra & Luiz Repa Reihe "Philosophische Gespräche", Heft 73, 67 S., hier bestellen:
Auftaktveranstaltung der 18. Marx-Herbstschule
Und kann hier als PDF heruntergeladen werden.
1943 kam Dr. Heinrich Kuhlmann, SA-Sturmführer aus Bad Sooden-Allendorf, in Stalingrad um. Zurück blieben seine Frau, vier Kinder – und ein gewaltiges Konvolut von über 1500 Feldpostbriefen. Deren Enkel ist der Antifaschist und Historiker Friedrich Burschel. Für ihn wurden diese Briefe zum Schlüssel für eine verstörende und schmerzhafte Reise in die eigene Familiengeschichte. Sie zeugen nicht nur von der Kleinkariertheit des Alltags, sondern vor allem vom fanatischen Glauben an den Nationalsozialismus, vom Größenwahn und der tiefen Verstrickung seiner Familie in das faschistische Regime.
Die Leiterin und Gründerin des Theater Ost, Kathrin Schülein, stellt diese in der Berliner Kulturlandschaft vergleichsweise neue Stätte – sie blickt auf 10 Jahre Spielzeit zurück - in ihrer beeindruckenden Singularität vor. Thematisiert werden auch aktuelle Sorgen wie die dringende Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes und damit seine Rettung.
Diesmal wird George Perec: "W oder die Erinnerung an die Kindheit" (1975) gelesen und diskutiert. Der Buchklub beschäftigt sich mit dem Alltag in autoritären Gesellschaften. Wir lesen Romane, die sowohl rasche Regimewechsel als auch das langsame Hinabgleiten in den Autoritarismus oder Übergänge von allgegenwärtiger Beobachtung über gesellschaftliche Entmutigung bis hin zu persönlicher Freiheitsberaubung literarisch darstellen.