Die Arbeitssoziologin Nicole Mayer-Ahuja argumentiert, dass Lohnarbeit immer beides enthält: Logiken von Spaltung und Konkurrenz, aber auch Potenziale für gegenseitige Unterstützung und Solidarität. Was kann man tun, damit das, was die arbeitende Klasse verbindet, schwerer wiegt als das Trennende?
Mandy Tröger diskutiert mit Lukas Meisner Geister, die uns heimsuchen – vom untoten Kapital zum totgesagten Gespenst des Kommunismus. Was, wenn der „Fall der Mauer“ weniger Freiheit als Enthemmung verhieß – das Einreißen aller Dämme gegen die Sintflut namens Westen?
Noch bis zum 6. März 2026 ist die Ausstellung in unseren Räumen zu sehen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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Pioniere der neuen Marx-Lektüre Brasiliens, von: Renata Guerra & Luiz Repa Reihe "Philosophische Gespräche", Heft 73, 67 S., hier bestellen:
Auftaktveranstaltung der 18. Marx-Herbstschule
Meisners Buch "Fluch(t). Die Sintflut heißt Westen" verbindet das persönliche Trauma der Flucht seiner Eltern aus der DDR mit marxistischer Gegenwartsdiagnostik. Die These des Buchs: Wir verstehen weder die planetare Progression des Neoliberalismus noch die Prozesse globaler Faschisierung, wenn wir sie nicht in den Kontext von Ost und West und damit ins Jahr des westlichen Triumphalismus 1989/90 einbetten ...
Diesmal lesen wir einen Roman des tschechischen Schriftstellers Egon Body. Der Buchklub beschäftigt sich mit dem Alltag in autoritären Gesellschaften. Wir lesen Romane, die sowohl rasche Regimewechsel als auch das langsame Hinabgleiten in den Autoritarismus oder Übergänge von allgegenwärtiger Beobachtung über gesellschaftliche Entmutigung bis hin zu persönlicher Freiheitsberaubung literarisch darstellen.
Wir gehen auf literarische Spurensuche in die ersten Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts, als nach langer Friedenszeit ein Krieg von einigen lyrisch nahezu herbeigesehnt wurde. Als er dann da war, wurde er von vielen enthusiastisch begrüßt und gefeiert, von einigen humoristisch verklärt. Die Realität der Schützengräben sah dann anders aus als gedacht. Nach den Jubelgesängen kamen die Totenklagen. Der Erste Weltkrieg wird von Historikern zwar als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet, aber erinnert wird kaum an ihn. Diese Lücke wollen wir schließen. Mit Texten von Georg Heym, August Stramm, Hugo Ball, Frida Bettingen, Klabund, Berta Lask, Erich Mühsam, Gerrit Engelke u.a. Kompositionen von Jens-Karsten Stoll