Mittwoch, 9. November 2011, 19:00, Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin

Ein Film ohne Bilder und „Der patagonische Hase“.

Claude Lanzmann, sein Monumentalwerk „Shoah“ und die Aufgabe der Erinnerung

Geschichte

In seiner 2010 erschienenen Autobiografie „Der patagonische Hase“ beschreibt Lanzmann, wie die achtstündige Dokumentation „Shoah“ entstand, bei der er gänzlich auf Archivbilder verzichtete. Sie gilt heute als der wichtigste Film über den Völkermord an den europäischen Juden. Opfer, Täter und Zeitzeugen kommen in eindringlichen Interviews zu Wort.

Ein Zeitzeuge in „Shoa“ ist der polnische Widerstandskämpfer Jan Karski, der 1942 vergeblich versuchte, die Welt aufzurütteln. Er hatte Churchill und Roosevelt über das informiert, was er im Warschauer Ghetto und in einem Vernichtungslager gesehen hatte.

Claudia Steinitz stellt die von ihr mitübersetzte Autobiographie von Claude Lanzmann und den von ihr übersetzten Roman „Jan Karski“ von Yannick Haenel vor.

Mit der Publizistin Dr. Irene Runge diskutiert sie anschließend darüber, wie nachgeborene Generationen mit der Vergangenheit umgehen können.

Kosten: 1,50 Euro

Wo?

Helle Panke
Kopenhagener Str. 9
10437 Berlin