Frieden ist eine zentrale Säule linker Politik und Programmatk. In Zeiten fortschreitender Militarisierung wird es jedoch immer schwieriger, am Pazifismus festzuhalten, auch weil sich die internationale Bedrohungslage in den letzten drei Jahren seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine massiv verschärft hat und klassische linke Freund-Feind-Gewissheiten nicht mehr greifen. Für linke Friedens- und Verteidigungspolitik stellt das eine neue Herausforderung dar. Darüber diskutieren Pascal Beucker (Journalist, taz), Desiree Becker (MdB, Fraktion Die Linke) und Olaf Miemiec
Die Rezeption Rosa Luxemburgs verlief in Ost- und Westdeutschland nach 1945 sehr unterschiedlich. Dieses schlug sich auch in Spielfilmen nieder. Über diese diskutieren zwei Rosa Luxemburg Expertinnen aus Ost und West.
Mit Blick auf prekäre Jobs und qualifizierte Festanstellungen fragt Nicole Mayer-Ahuja, welche Erfahrungen verschiedene Gruppen von Arbeitenden verbinden. Die Angst vor Arbeitsplatzverlust, steigender Leistungsdruck, Fremdbestimmung und mangelnder Einfluss auf die eigene Arbeitssituation, aber auch die Konfrontation selbst Festangestellter mit der prekären Lage ihrer Kinder oder Partnerin können Ohnmacht schüren. Oder als Ansatzpunkte für Solidarisierung dienen.
Meisners Buch "Fluch(t). Die Sintflut heißt Westen" verbindet das persönliche Trauma der Flucht seiner Eltern aus der DDR mit marxistischer Gegenwartsdiagnostik. Die These des Buchs: Wir verstehen weder die planetare Progression des Neoliberalismus noch die Prozesse globaler Faschisierung, wenn wir sie nicht in den Kontext von Ost und West und damit ins Jahr des westlichen Triumphalismus 1989/90 einbetten ...
Diesmal lesen wir einen Roman des tschechischen Schriftstellers Egon Body. Der Buchklub beschäftigt sich mit dem Alltag in autoritären Gesellschaften. Wir lesen Romane, die sowohl rasche Regimewechsel als auch das langsame Hinabgleiten in den Autoritarismus oder Übergänge von allgegenwärtiger Beobachtung über gesellschaftliche Entmutigung bis hin zu persönlicher Freiheitsberaubung literarisch darstellen.
Wir gehen auf literarische Spurensuche in die ersten Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts, als nach langer Friedenszeit ein Krieg von einigen lyrisch nahezu herbeigesehnt wurde. Als er dann da war, wurde er von vielen enthusiastisch begrüßt und gefeiert, von einigen humoristisch verklärt. Die Realität der Schützengräben sah dann anders aus als gedacht. Nach den Jubelgesängen kamen die Totenklagen. Der Erste Weltkrieg wird von Historikern zwar als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet, aber erinnert wird kaum an ihn. Diese Lücke wollen wir schließen. Mit Texten von Georg Heym, August Stramm, Hugo Ball, Frida Bettingen, Klabund, Berta Lask, Erich Mühsam, Gerrit Engelke u.a. Kompositionen von Jens-Karsten Stoll
Lesung und Diskussion des Buches „Alles muss man selber machen. Zur Geschichte der Rätebewegungen, von der Pariser Kommune bis Rojava“, von Christopher Wimmer.
Welche Zukünfte lassen sich aus einem Land bergen, das nur noch in der Vergangenheit existiert? Und wie können wir heute, unter dem Vorzeichen einer Inflation von Zukünften, im Medium der Science Fiction neue Zukünfte schreiben? Wie verändern Geschichten, die erzählt werden, die Geschichte? Und wie verändert die Geschichte die Geschichten, die wir erzählen? Und last but not least: Wie verändern sie uns? Wie verändern wir uns durch sie? Ein Gespräch mit Angela und Karlheinz Steinmüller, Luise Meier, Michael Wehren und Hardy Kettlitz.
Heute erleben wir einen massiven Angriff von rechts. Wie kann er aufgehalten werden, was vermittelt die Geschichte? Referent: Dr. Stefan Bollinger, Historiker
In ihrem neuen Buch „Die Nacht, als Soldaten Verkehrspolizisten wurden“ wirft die Schauspielerin Gabriele Gysi einen vielschichtigen Blick auf die Geschichte und die Nachwirkungen der DDR, wobei die Figur der Antigone aus dem gleichnamigen Drama von Sophokles als Metapher für den Widerstand gegen autoritäre Strukturen dient.
Wir führen zurzeit eine Warteliste, bitte dort eintragen. Seit einigen Jahren steckt Kuba in einer Wirtschafts-, Versorgungs- und Energiekrise, die sich durch den Einbruch des Devisenbringers Tourismus infolge der Covid-19-Pandemie, verschärfter US-Blockade und eigener Ineffizienzen weiter zuspitzt ...
(German below) Speakers: Oxana Timofeeva, Lindsay Lerman and Katarina Kolozova All three authors write from a position of “nowhere” as Lindsay would call it, in her praised philosophical novel "I'm From Nowhere," either from their geographically constantly shifting location or from their epistemic position which is a standalone almost solitary stance ...
Am 4. Juli 2026 feiern die USA die Gründung ihres Staates vor 250 Jahren. Dabei werden die Schattenseiten übersehen. Refernt: Dr. Werner Rügemer Moderation: Dr. Inge Pardon
Am 3. Januar bombardierten die USA Venezuela und entführten Staatschef Nicolás Maduro. Dessen Regierung bleibt unter der vorherigen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez jedoch im Amt und soll sich nach den Vorstellungen Donald Trumps komplett den US-Interessen unterwerfen. Geht es den USA tatsächlich vorrangig um das Öl? Welchen politischen Spielraum hat die venezolanische Regierung nun? Und was bedeutet die US-Aggression für die Region? Über diese und weitere Fragen sprechen mit dem Venezuela-Experten Tobias Lambert.
Die Familie als Keimzelle der kapitalistischen Gesellschaft und Ort der sozialen Reproduktion ist auch in China in der Krise – immer weniger junge Leute heiraten, Scheidungen haben zugenommen, die Geburtenrate ist weltweit eine der niedrigsten und nach dem Ende der Ein-Kind-Politik 2015 weiter eingebrochen ...
Wie wurden in der DDR Möbel entwickelt, wie wurde der Bedarf geplant, wo wurde produziert, und wohin wurden Möbel exportiert? Anhand von Beispielen wird die erfolgreiche Arbeit der Betriebe beleuchtet. Referent: Heinz Möller
Nach zwei Militärputschen 2022 mit dem Ziel, die Sicherheit in Burkina Faso wiederherzustellen, vermittelt die Junta ein neues Selbstbewusstsein gegenüber dem Westen. (Neo-)Koloniale Beziehungen sollen neu definiert, das Land selbstbestimmter werden. Was hat sich seit dem zweiten Putsch verändert? Wird das Versprechen nach Sicherheit und Selbstbestimmung eingelöst? Wie stehen Partner der Rosa-Luxemburg-Stiftung, darunter linke Gewerkschafter*innen und organisierte Jugendliche, zur Regierung von Ibrahim Traoré?
Was erklärt Entfremdung unter Bedingungen des Kolonialkapitalismus, nature or nurture? Gegen dieses scheinbare Dilemma tritt Frantz Fanons Schwarze Haut, weiße Masken an: „Neben der Phylogenese und der Ontogenese gibt es die Soziogenese“.
Im Tagesworkshop lernen wir zunächst interaktiv und diskursiv die kapitalistischen Mechanismen kennen, die zur Klimakrise geführt haben und diese weiterhin verschärfen. Die Teamerin Lisa Poettinger ist eine Münchner Klimaaktivistin und Autorin des Buches "Klimakollaps und soziale Kämpfe". Sie hat neben ihrem Lehramtstudium auch Environmental Studies an der LMU studiert und erhielt für ihr politisches Engagement ein Berufsverbot, gegen das sie derzeit klagt.
Maximales Teilnehmeralter: 40 Jahre.
Diesmal lesen wir einen Roman des rumänischen Autors Norman Manea: Der schwarze Briefumschlag (1989). Der Buchklub beschäftigt sich mit dem Alltag in autoritären Gesellschaften. Wir lesen Romane, die sowohl rasche Regimewechsel als auch das langsame Hinabgleiten in den Autoritarismus oder Übergänge von allgegenwärtiger Beobachtung über gesellschaftliche Entmutigung bis hin zu persönlicher Freiheitsberaubung literarisch darstellen.
Artur-Axel Wandtke akribische Recherche basiert auf Auszügen aus originalen Sitzungsprotokollen des Reichs- und Bundestages, die belegen, wie Lügen – insbesondere Kriegslügen und Bedrohungslügen – systematisch konstruiert und verbreitet wurden, um Kriege zu rechtfertigen, die öffentliche Meinung zu manipulieren und Macht zu sichern.
In Erinnerung an Walter Womacka, der am 22. Dezember 2025 einhundert Jahre alt geworden wäre, wollen wir Dokumentarfilme über sein Wirken als Kunstlehrer, sein malerisches und grafisches Werk sowie seine Gestaltungen in der baubezogenen Kunst zeigen. Gezeigt werden: "Bild aus hunderttausend Steinen" (DEFA, 1959) "Ein Fest für die Augen" (Fernsehen der DDR, 1984) "Farbe bekennen ...
Am 20. September finden die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus statt. Die Stadt steht vor großen Problemen: Die Mietpreise für Neuvermietungen sind kaum noch bezahlbar, die soziale Infrastruktur bröckelt und der derzeitige Senat kürzt vielerorts die Mittel. Die Linke hat in Berlin einen enormen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen und steht in Wahlumfragen gut da. Elif Eralp, die Bürgermeisterkandidatin der Partei, diskutiert auf der Veranstaltung die Fragen der Teilnehmenden.
Beeinflusst vom poetischen Realismus des französischen Kinos (etwa in den wechselnden Bildern der Hafensequenzen), erzählt der Film Razzia in St. Pauli des Regisseurs und Drehbuchautors Werner Hochbaum eine Hamburger Geschichte aus dem Milieu kleiner, gescheiterter Leute, komprimiert in einem einzigen Tagesablauf der beiden Hauptpersonen, des kriminellen Matrosen-Karl (Friedrich Gnass) und seiner Ballhaus-Else (Gina Falckenberg) ...
The panel looks into the most recent debates on Marxian value theory centering on the question of time while reassessing the concept of labour in an era of increased automation. Speakers will revisit the more classical theories that informed Marx’s views on value and engage with the more recent contributions to the question at hand ...
Diesmal lesen wir einen Roman des ungarischen Schriftsteller und Nobelpreisträgers László Krasznahorkai. Der Buchklub beschäftigt sich mit dem Alltag in autoritären Gesellschaften. Wir lesen Romane, die sowohl rasche Regimewechsel als auch das langsame Hinabgleiten in den Autoritarismus oder Übergänge von allgegenwärtiger Beobachtung über gesellschaftliche Entmutigung bis hin zu persönlicher Freiheitsberaubung literarisch darstellen.
This panel brings together three leading theorists of computing, biology, and speculative philosophy to weigh in on the limits and possibilities of artificial intelligence and computing more broadly in the context of organismic complexity. Critical of deeply entrenched views (in science, engineering, ...
Paulus van Geldern ist Rechtsanwalt und erfolgreicher Strafverteidiger. Er lebt getrennt von seiner Frau Martha, ehemals Revuestar, jetzt Inhaberin eines mondänen Modesalons. Paulus aber frönt der Spielleidenschaft und verliert eines Abends ein hohe Summe, die er innerhalb weniger Tage zurückzahlen muss ...
Diesmal lesen wir Viktor Pelewin: Omom hinterm Mond (1992). Der Buchklub beschäftigt sich mit dem Alltag in autoritären Gesellschaften. Wir lesen Romane, die sowohl rasche Regimewechsel als auch das langsame Hinabgleiten in den Autoritarismus oder Übergänge von allgegenwärtiger Beobachtung über gesellschaftliche Entmutigung bis hin zu persönlicher Freiheitsberaubung literarisch darstellen.
Diesmal lesen wir "Alte Freunde", ein Roman aus dem Jahr 2003 von Rafael Chirbes. Der Buchklub beschäftigt sich mit dem Alltag in autoritären Gesellschaften. Wir lesen Romane, die sowohl rasche Regimewechsel als auch das langsame Hinabgleiten in den Autoritarismus oder Übergänge von allgegenwärtiger Beobachtung über gesellschaftliche Entmutigung bis hin zu persönlicher Freiheitsberaubung literarisch darstellen.
Im Auftrag der Erben und gefördert durch das deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg erforschte Ulrich Weitz das Schicksal der legendären Kunstsammlung des Kommunisten Eduard Fuchs (1870-1940). Fuchs-Biograf Weitz erzählt in seinem Vortrag von der Beschlagnahmung des Museums Fuchs in Berlin-Zehlendorf durch die Gestapo ...
Diesmal lesen wir einen Roman des irischen Autors Paul Lynch. Der Buchklub beschäftigt sich mit dem Alltag in autoritären Gesellschaften. Wir lesen Romane, die sowohl rasche Regimewechsel als auch das langsame Hinabgleiten in den Autoritarismus oder Übergänge von allgegenwärtiger Beobachtung über gesellschaftliche Entmutigung bis hin zu persönlicher Freiheitsberaubung literarisch darstellen.
Eva Maria Kohl stellt die Arbeitsweise und das Leben der Kinderbuchillustratorin, Künsterlin und Karikaturistin Elizabeth Shaw vor.