Die Tour ist derzeit ausgebucht. Interessierte können sich in die Warteliste eintragen und erhalten eine Info, falls Plätze frei werden.
Erik Neutsch war einer der bekanntesten Autoren der DDR, unbequem und streitbar, dem Sozialismus in der DDR aber bis zum Schluss verbunden. Sein erster Roman „Spur der Steine“ fand große Zustimmung wie heftige Ablehnung gleichermaßen. Nun hat sich Heinrich-Mann-Preisträger Gunnar Decker auf die Spuren des Lebens von Erik Neutsch begeben und eine umfangreiche Biografie unter dem Titel „Erik Neutsch: Der letzte Jakobiner“ herausgebracht. Dazu konnte er bislang unbekanntes Archivmaterial aus dem Nachlass sichten. Moderation: Dagmar Enkelmann
Raef Zreik will discuss what it might mean to „decolonize Palestine“. While some in Israeli society reject the concept of decolonization as wholly inappropriate, others appear drawn to fantasies of an „Algerian solution“. The lecture will explore what obligations colonized and colonizers may owe one another, and whether such claims can still be articulated after the Hamas massacre of October 7 and two years of criminal Israeli warfare in Gaza. Referent: Raef Zreik (In Eng.)
Laut aktuellem Stadtentwicklungsplan Wohnen befinden sich 7 der 17 geplanten Neuen Stadtquartiere mit zehntausenden Wohnungen im Bezirk Pankow. Auf der Radtour wollen wir uns mehrere geplante Standorte anschauen, mit Erläuterung und Diskussionen des Standes der Planungen des Berliner Senats. Wir erfahren in Gesprächen mit der lokalen Bürgerschaft kritische Einwände gegen die Projekte. Die Tour ist ca. 15 km lang mit mehreren Zwischenstationen.
Diesmal lesen wir einen Roman des irischen Autors Paul Lynch. Der Buchklub beschäftigt sich mit dem Alltag in autoritären Gesellschaften. Wir lesen Romane, die sowohl rasche Regimewechsel als auch das langsame Hinabgleiten in den Autoritarismus oder Übergänge von allgegenwärtiger Beobachtung über gesellschaftliche Entmutigung bis hin zu persönlicher Freiheitsberaubung literarisch darstellen.
Die Bilderbücher der irischen Künstlerin Elizabeth Shaw (1920–1992), die nach dem Krieg nach Berlin Pankow kam, haben viele Kinder in der DDR gelesen und geliebt. „Der kleine Angsthase“ oder „Zilli, Billi und Willi“ fehlten damals in keinem Kindergarten. Bevor sie eigene Kinderbücher schrieb, illustrierte sie Texte von Bert Brecht, Mark Twain, James Krüss u.a. Weniger bekannt ist ihr umfangreiches Werk als Karikaturistin für Zeitschriften. 1959 porträtierte sie 43 Mitglieder der Akademie der Künste. Ihr besonderer minimalistischer Zeichenstil, ihre kritische und humorvolle Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen ihrer Zeit machen neugierig. Vortrag und Gespräch mit Eva Maria Kohl
Mehr als 4000 Westberliner arbeiteten bei der Reichsbahn, die samt Gleisanlagen, der S-Bahn und großen Reichsbahnausbesserungswerken in Tempelhof und Wannsee zum Eigentum der DDR gehörte. Ines De Nil porträtierte 1991 die Werktätigen in Tempelhof und dokumentierte diesen beinahe normalen Arbeitsplatz, kurz bevor er 1992 endgültig schloss. Davon ausgehend produzierte Ines De Nil zusammen mit Detlef Fluch 2013 den Dokumentationsfilm „Wer bei der Reichsbahn war, war ein roter Hund“, der die damals fotografierten Orte und Personen wieder aufsucht und befragt. Nach dem Film spricht Vinzenz Damm mit Ines de Nil
Zum 75-jährigen Jubiläum von Hannah Arendts monumentaler Studie "The Origins of Totalitarianism" (1951, dt: "Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft", 1955) erscheint in der Hannah Arendt Edition eine kritische Neuausgabe des Bandes. Die HerausgeberInnen stellen diese vor, präsentieren den Mehrwert einer kritischen Edition und beleuchten das Spektrum von Arendts politischem Denken. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf Arendts Verhältnis zu Rosa Luxemburg gelegt.
Seit über 30 Jahren bieten wir antiquarische Bücher aus Spenden und Nachlässen an. Unser Bücherkeller ist voll. Wir brauchen Platz! Vom 29.6. bis 5.7. ist täglich von 10 bis 17 Uhr Zeit für Buchschnäppchen: Dann gibt es Sonderangebote und Mengenrabatte, vor allem für: DDR-Literatur, Krimis, Weltliteratur, Bildbände, Kunstbücher, Philosophie, Geschichte, Marxismus und Leninismus, Klassensätze, Buchreihen, Wörterbücher u.v.m. Wir freuen uns über Ihren Besuch!
Zum Ende der DDR gab es 78 zentral zugelassene Verlage, obwohl von der Sowjetischen Militäradministration nach 1945 mehr als 200 eine Genehmigung erhalten hatten. Der Verlagshistoriker Christoph Links hat die Geschichte von 150 verschwundenen Verlagen recherchiert und geht der Frage nach, warum und wie sie verschwanden. Dahinter steht die grundsätzliche Frage, mit welchen Mitteln und Methoden die SED-Führung im Bereich der Kulturwirtschaft agierte.
Andreas Hejnol leitet als Professor das Institut für Zoologie und Evolutionsforschung der Universität Jena. In seinem Vortrag fragt er, was die Evolutionsbiologie tatsächlich über Geschlecht weiß – und wie vielfältig, fluide und überraschend die „Lösungen“ sind, die das Tierreich im Laufe der Evolution hervorgebracht hat. Er zeigt, warum Vorstellungen einer klaren biologischen Zweigeschlechtlichkeit dem aktuellen Forschungsstand nicht standhalten.
Lutz van Dijk blickt auf ein bewegtes Leben zurück, das ihn über New York, Hamburg, Amsterdam und Jerusalem bis nach Kapstadt führte. In seiner politischen Autobiografie beschreibt er u.a. seine Anfänge in der Friedensbewegung, seinen Einsatz gegen Diskriminierung von sexuellen Minderheiten sowie seine Arbeit als Journalist, Historiker und Pädagoge. In Südafrika gründete er mit seinem Mann ein Haus für Straßenkinder in Kapstadt, das 2002 von Erzbischof Tutu eröffnet wurde. In der Veranstaltung spricht er mit Petra Pau über sein Leben.
Ein Werkstattgespräch zu einem Lexikon in Entstehung mit Thomas Möbius. Moderation: Birgit Ziener
Der Sozialphilosoph, Schriftsteller und Psychologe Ulrich Sonnemann (1912–1993) zählt zu den markantesten und zu Unrecht wenig rezipierten Denkern der Kritischen Theorie. Sein Hauptwerk Negative Anthropologie (1969) entwirft eine Bestimmung des Menschen, die vom Nichtgewordenen ausgeht: vom Unterdrückten, Verdrängten, Abwesenden und noch Ungelebten ...
Mit dem im Frühjahr 2026 erschienen dritten Band zur Antifaschistischen Aktion hat Bernd Langer die umfangreichste Trilogie zu diesem Thema vorgelegt. Es entstand eine selbstkritische Aufarbeitung der Antifa-Geschichte, die nicht eine theoretische Annahme zum Ausgangspunkt nimmt, sondern die Verlaufsgeschichte schildert und die Folgen für die Praxis darstellt ...
Im Pride Month, zwei Tage vor der großen CSD-Parade, freuen wir uns, eine große Abendveranstaltung im "Haus der Kulturen der Welt" (HKW) zusammen mit dem Berliner CSD e. V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung auszurichten. Auf dem Podium sitzen Didier Eribon, Édouard Louis und Eva von Redecker. Miriam Davoudvandi wird die Moderation übernehmen.