In Adlershof haben Wissenschaft, Wirtschaft und die Berliner Politik (!) nicht alles, aber vieles richtig gemacht. Entscheidend aber war die Entschlossenheit der Akteure vor Ort aus Ost und West, diese Erfolgsgeschichte gemeinsam zu schreiben. Wie das trotz aller Schwierigkeiten gelungen ist, davon handelt dieser Vortrag. Referent: Dr. Peter Strunk
Wir setzen unseren monatlichen Buchklub fort und widmen uns in den nächsten Monaten verschiedenen Romanen, die Armut und soziale Abstiegsängste fiktional verarbeiten. Bei unserer Auftaktveranstaltung tragen wir unsere Ideen und Wunschleselisten zusammen und beraten zusammen, welche Romane wir gemeinsam lesen wollen ...
Kurskorrekturen, Reformen und Revolutionen bringen nicht immer das, was sie bezwecken wollen und 1956 steht für einen Epochenbruch, der nicht in eine Erfolgsgeschichte mündete. Schließlich zerstörten 1968 und 1986ff endgültig die Chancen für enen sozialistischen Neuanfang. Referent: Dr. Stefan Bollinger, Historiker
Moskau, Anfang der 1930er Jahre: linke Künstler:innen aus Europa und den USA trafen sich im Internationalen Büro Revolutionärer Künstler — angelockt von der Sowjetunion, getrieben von politischer Verfolgung und oft auch wirtschaftlicher Not. Das Büro entstand nicht als staatliche Institution, sondern als Zusammenschluss praktizierender Künstler:innen, die linke Kunst weltweit bündeln und vernetzen wollten ...
Wer war die Frau an der Seite von einem der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts? Wie stand es um das Verhältnis zwischen der gebürtige Leningraderin und dem fast drei Jahrzehnte älteren Schöpfer der berühmten "Leningrader Symphonie", der vor 120 Jahren, am 25. September 1906 in Sankt Petersburg, noch zur Zeit des Zarenreiches, geboren wurde ...
Einführungsvortrag von Ingar Solty (Rosa-Luxemburg-Stiftung) sowie Beiträge von Dr. Lothar Schröder, Ernst-Ludwig Iskenius, Michael Janßen, Elias Gläsner und Ralf Nachtmann. Eine Kooperationsveranstaltung von „Helle Panke“ e.V. und der Rapoport- Gesellschaft e.V.
Im Vortrag wird die Entwicklung in den Ländern Mittelosteuropas seit dem russischen Überfall auf die Ukraine, insbesondere auch die Entwicklung linker Organisationen, sowie der Einfluss der Region auf die europäische Politik diskutiert.
Referent: Erik Skare (University of Oslo, Norway) Moderation: Lutz Achenbach
Guy Debord has been called many things: pseudo-philosopher, nihilist, filmmaker, megalomaniac, third-rate Mephistopheles. His 1967 book The Society of the Spectacle has fallen into a similarly varied reception, frequently caught within the discourses of postmodernism, media and cultural studies or avant-garde art history ...
Der Philosoph Stephen Bronner stellt in seinem neuen Buch „Trumps Welt“ facettenreich dar, wie Rassismus und pathologische Lügen, Gier und Gangstertum die USA prägen. Der Historiker Mario Keßler, der lange in den USA lehrte, fragt nach. Von „Erfüllungsschwindel“ sprach der Philosoph Ernst Bloch im Schweizer Exil, der alle faschistischen Bewegungen vereint. Achim Engelberg, der das Ernst-und-Waltraut-Engelberg-Archiv in der Staatsbibliothek aufbaut, ist mit den damaligen Diskussionen vertraut und beleuchtet mit dem Bloch-Schüler Bronner ihre Aktualität, wobei es auch um Alternativen nicht nur für Deutschland geht.
Vortrag und Diskussion mit Wolfgang Hien
Der Philosoph Michael Geiger begründet in drei gesellschaftstheoretischen Thesen die linke Mitgift und widmet sich Fragen linker Zukünfte.
Kommentiert von Jürgen Schebera sind große Schauspieler der Langhoff-Ära am Deutschen Theater zu hören, neben Busch u. a. Gerhart Bienert, Herwart Grosse, Gisela May, Mathilde Danegger, Friedrich Richter, sowie Langhoff selbst in der Rolle eines Bolschewiken der ersten Stunde.
Häufig wird der Faschismusbegriff nicht analytisch trennscharf verwendet, gleichzeitig treffen wir in unserer antifaschistischen Praxis dabei immer wieder auf Verherrlichung, Verklärung oder Verharmlosung des historischen Faschismus und Nationalsozialismus. In linken Debatten scheint der Begriff zudem geradezu omnipräsent zu sein ...
Das soziale Wohnungsproblem in Berlin will die Regierung mit ausgedehnten Neubauvorhaben lösen. Im Norden des Bezirks Pankow sind mehrere neue Stadtquartiere geplant, die zehntausende Wohnungen versprechen. Laut aktuellem Stadtentwicklungsplan Wohnen befinden sich 7 der 17 geplanten NSQ im Bezirk Pankow. Auf der Radtour wollen wir uns mehrere geplante Standorte anschauen.Mit drei der geplanten NSQ werden wir uns vor Ort intensiver befassen und die - teils kritischen - Positionen der örtlichen Bürgerinitiativen hören.
Verena Pfeiffer-Kloss führt und zu 5 denkmalgeschützten und herausragenden U-Bahnhöfen auf der Linie U7, vom Fehrbelliner Platz nach Rathaus Spandau und damit von der Moderne in die Postmoderne und erzählt von den Ideen und Inspirationen, die der Architekt und Berliner Baudirektor Rainer Rümmler für die überraschenden Gestaltungen hatte. Sie müssen einen gültigen BVG-Fahrschein mitbringen und sich bitte anmelden.
Die NATO und Russland liefern sich ein Wettrüsten, bei dem die Europäer kräftig mitmischen. Die imperialistischen Großmächte versuchen derweil, die Welt in Einflusssphären aufzuteilen. Wie sollte auf die realen Bedrohungen in klarer Abgrenzung vom vorherrschenden Militarismus reagiert werden? Welche Rolle können die Vereinten Nationen, die OSZE und die EU in Zukunft einnehmen? Fragen, denen Ulrich Thoden, verteidigungspolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, linke Antworten entgegensetzen will.
Mesut Bayraktar verortet Hegels Kerngedanken historisch-biografisch und setzt sie in Beziehung zu den Widersprüchen kapitalistischer Verhältnisse und entsprechender Lebensbedingungen. Seine Herangehensweise ist ebenso erprobt wie vergessen: Hegel ergibt nur Sinn mit Karl Marx und Friedrich Engels, ohne sie fällt man hinter Hegel zurück. Bayraktars vereint Einführung, Überblick und Aktualität der Philosophie Hegels.
Referentin: Simone Hain Moderation: Thomas Flierl Die Veranstaltung wird gemeinsam organisiert von Helle Panke und Max-Lingner-Stiftung.
Die Mitglieder unseres Vereins sind zur Mitgliederversammlung eingeladen. Eine schriftliche Einladung mit Versammlungsunterlagen und Tagesordnung wird rechtzeitig zugesandt.
Rundgang zur weitgehend vergessenen Geschichte des größten jüdischen Displaced-Person-Lagers im Nachkriegsberlin (1946-48) in Berlin-Schlachtensee.
Am 16. Oktober 2026 wird der Blücherplatz am Halleschen Tor in Eva-Mamlok-Platz umbenannt. Die Umbenennung ist Anlass, in diesem Rundgang sich der Geschichte des Platzes aus verschiedenen Perspektiven zu nähern und unterschiedliche Erinnerungsschichten miteinander zu verbinden. Der Blücherplatz/Eva-Mamlok-Platz am Halleschen Tor bündelt zahlreiche historische Erinnerungslinien, die miteinander verknüpft werden ...
Im Februar und März 1954 musste der 1900 in Frankfurt am Main geborene Leo Löwenthal, der zwischen 1926/30 und 1949 für das Institut für Sozialforschung zunächst in Frankfurt, dann in Genf und ab 1934 in New York tätig gewesen war, der aber im Unterschied zu Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Friedrich ...
Die Donroe-Doktrin ist die programmatische Grundlage für Trumps zweite Amtszeit und bricht radikal mit der Nachkriegsordnung. Die Donroe-Doktrin besagt vorrangig, dass die Dominanz der USA in der westlichen Hemisphäre nie mehr in Frage gestellt werden darf, weil die Beherrschung Lateinamerikas aufgrund der dortigen Ressourcen und als sicheres strategisches Hinterland Voraussetzung für die Weltherrschaft der USA ist. Diese Zielstellung wird am Beispiel von Venezuela und Kuba vorexerziert.
Im September und Oktober stellen wir in unserer Galerie Plakate von Karl-Heinz Drescher aus. Begleitend dazu wird uns Dr. Sylke Wunderlich von der Stiftung Plakat OST aus Potsdam in ihrem Vortrag am 20.10. die Vielschichtigkeit der Plakate der wichtigsten Künstler anhand ausgewählter Beispiele vorstellen.
Referentin: Simone Hain Moderation: Thomas Flierl Die Veranstaltung wird gemeinsam organisiert von Helle Panke und Max-Lingner-Stiftung.
Die Marx-Herbstschule geht zurück zum Anfang und nimmt sich nach 19 Jahren wieder eine zentrale Frage von Marxʼ Kritik der politischen Ökonomie vor: Was ist Kapital? Als Marx ab 1861 das (von ihm selbst nie veröffentlichte) zweite Heft von Zur Kritik der Politischen Ökonomie schrieb, musste er dieses Rätsel erstmals systematisch lösen: ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum späteren Kapital ...
Marxism was born in the nineteenth century and developed enormously in the twentieth. It became a cornerstone of revolutionary struggles of the past century, beginning with the 1917 October Revolution in Russia and extending to anti-colonial and anti-imperialist movements across the Global South ...
Obwohl Marx selbst das „Heimatland der politischen Ökonomie" im „Westen von Europa" verortete (MEW 23, S. 792), wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts die Kritik der politischen Ökonomie fast auf der ganzen Welt heimisch. Auch in der Gegenwart werden Marxsche Schriften wie die Grundrisse oder das Kapital ...
Ohne im Weltraum stationierte Aufklärungs-, Navigations- und Kommunikationssatelliten geht es im militärischen Bereich heute nichts mehr. Weltweit steigen die Ausgaben für die Waffenentwicklung. Diese Entwicklungen begann bereits vor 1957, vor dem Beginn der aktiven Raumfahrt. Am Beispiel der USA - und auch der Bundesrepublik (seit den 90er Jahren, im November 2025 beschloss das Kabinett die erste nationale Weltraumsicherheitsstrategie) - wird gezeigt, welche Schritte in diesem Zusammenhang gegangen wurden und womit diese Entwicklung gerechtfertigt wurde bzw. wird.
Die 1966 in Thüringen geborene und heute dort als Lehrerin tätige Sanne Krug berichtet über Erfahrungen, die sie mit Millionen Bürgern und Bürgerinnen der DDR teilte.
Karl Marx’ Analyse des Kapitalismus und seine Kritik daran sind bis heute die wichtigste Grundlage für ein linkes Verständnis des herrschenden Wirtschafts- und Gesellschaftssystems und einer linken Kritik daran. Ziel des Seminars ist es, Marx’ Theorie für Einsteiger_innen verständlich und diskutierbar zu machen.
Hans-Christoph Rauh forscht und publiziert seit 1990 zur Geschichte der Philosophie in der DDR. In seinem soeben erschienenen Buch "DDR-Philosophie 1945-1995. Geschichte und Kritik" fasst er die Ergebisse seiner Arbeit zusammen. In der Veranstaltung wird er gemeinsam mit dem Verleger Christoph Links auf fast vier Jahrzehnte Forschungsgeschichte und auf fünf Jahrzehnte DDR-Philosophie zurückblicken.
Vortrag und Gespräch mit Sophie Schifferdecker