Montag, 14. Januar 2019, 19:00 - 21:00, Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin

Rechte Schattenarmee in der Bundeswehr?

Gespräch zum "Hannibal-Netzwerk", dem Fall Franco A. und darüber, ob parlamentarische Kontrolle der Sicherheitskräfte funktioniert

Extreme Rechte

Screenshot des Taz-Artikels

Mitte November 2018 veröffentlichte ein Rechercheteam der "tageszeitung" (taz) einen langen Artikel mit dem Titel "Hannibals Schattenarmee". Es folgten weitere Berichte hierzu in der taz. Sie beschreiben ein Netzwerk aus Bundeswehrsoldaten, so genannten "Preppern" und weiteren Personen aus dem Sicherheitsbereich, sie sich auf einen "Tag X" vorbereiten. Kurz es geht um eine rechte Verschwörung von Männern mit einer Affinität bzw. mit Zugang zu Waffen.

Einer der Drahtzieher dieser Vernetzung, ein ehemaliger KSK-Soldat, nannte sich in den Gruppenchats "Hannibal". Gegen frühere Mitglieder dieser geheimen Netzwerke, die geplant haben sollen, Politiker und Aktivisten aus dem linken Spektrum zu töten, ermittelte sogar der Generalbundesanwalt.

Auf diese Recherche, die u.a. auf der Auswertung von Ermittlungsverfahren beruhte, folgte, anders als von vielen erwartet, nicht der große Aufschrei.

Über den Fall und die ausbleibenden Reaktionen wollen wir am 14. Januar sprechen. Aus der journalistischen Recherchegruppe haben wir die taz-Reporterin Christina Schmidt eingeladen. Sie wird über den aktuellen Stand zu "Hannibals Schattenarmee" referieren.

Mit Martina Renner, Sprecherin für antifaschistische Politik der Linksfraktion im Bundestag und stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE, wollen wir über die parlamentarische Aufklärung dieser Vorgänge sprechen. Welche Konsequenzen sind daraus zu ziehen?

 

Moderation: Dr. Gerd Wiegel

 

Die Tageszeitung "Neues Deutschland" berichtete der Journalist Peter Nowak unter der Überschrift:

Verhaltene Reaktion auf rechte Umtriebe - Politiker und Journalisten diskutierten über Erkenntnisse zu rechten Netzwerken in der Bundeswehr

Im Telepolis erschien ebenfalls ein sehr ausführlicher Artikel, der hier zu lesen ist.

 

Kosten: 2,00 Euro

Wo?

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