Diesmal lesen wir einen Roman des rumänischen Autors Norman Manea: Der schwarze Briefumschlag (1989). Der Buchklub beschäftigt sich mit dem Alltag in autoritären Gesellschaften. Wir lesen Romane, die sowohl rasche Regimewechsel als auch das langsame Hinabgleiten in den Autoritarismus oder Übergänge von allgegenwärtiger Beobachtung über gesellschaftliche Entmutigung bis hin zu persönlicher Freiheitsberaubung literarisch darstellen.
Artur-Axel Wandtke akribische Recherche basiert auf Auszügen aus originalen Sitzungsprotokollen des Reichs- und Bundestages, die belegen, wie Lügen – insbesondere Kriegslügen und Bedrohungslügen – systematisch konstruiert und verbreitet wurden, um Kriege zu rechtfertigen, die öffentliche Meinung zu manipulieren und Macht zu sichern.
In Erinnerung an Walter Womacka, der am 22. Dezember 2025 einhundert Jahre alt geworden wäre, wollen wir Dokumentarfilme über sein Wirken als Kunstlehrer, sein malerisches und grafisches Werk sowie seine Gestaltungen in der baubezogenen Kunst zeigen. Gezeigt werden: "Bild aus hunderttausend Steinen" (DEFA, 1959) "Ein Fest für die Augen" (Fernsehen der DDR, 1984) "Farbe bekennen ...
In each of their books, Libman, Lerman, and Loftin ask what it means to belong to a tradition in the wake of that tradition’s moral collapse. As Loftin wrestles with Christianity amid the resurgence of fascism, Libman wrestles with Judaism amid the destruction in Gaza, and Lerman wrestles with philosophy and literature's complicity in the creation of the pacified, helpless contemporary subject, all three explore whether standing against one’s tradition might in fact be the only way left of remaining faithful to that tradition. Speakers: Mac Loftin (Harvard University), Ben Libman (Paris), Lindsay Lerman (Berlin)
Im Tesla Werk in Grünheide bei Berlin arbeiten mehr als 10.000 Menschen. In diesem gewerkschaftsfeindlichen Unternehmen stehen Betriebsratswahlen an. Wir laden zu einem Podiumsgespräch zu dieser Betriebsratswahl und zur Gewerkschaftsarbeit in Grünheide ein, mit Jannes Bojert (IG Metall); Nina Scholz (Journalistin) und Cem Ince (Die Linke im Bundestag).
Am 20. September finden die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus statt. Die Stadt steht vor großen Problemen: Die Mietpreise für Neuvermietungen sind kaum noch bezahlbar, die soziale Infrastruktur bröckelt und der derzeitige Senat kürzt vielerorts die Mittel. Die Linke hat in Berlin einen enormen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen und steht in Wahlumfragen gut da. Elif Eralp, die Bürgermeisterkandidatin der Partei, diskutiert auf der Veranstaltung die Fragen der Teilnehmenden.
Beeinflusst vom poetischen Realismus des französischen Kinos (etwa in den wechselnden Bildern der Hafensequenzen), erzählt der Film Razzia in St. Pauli des Regisseurs und Drehbuchautors Werner Hochbaum eine Hamburger Geschichte aus dem Milieu kleiner, gescheiterter Leute, komprimiert in einem einzigen Tagesablauf der beiden Hauptpersonen, des kriminellen Matrosen-Karl (Friedrich Gnass) und seiner Ballhaus-Else (Gina Falckenberg). Einführung und Kommentare: Dr. Jürgen Schebera
Im Rahmen unserer Ausstellung zu 100 Jahren Walter Womacka möchten wir uns seinen Arbeiten im Bereich der baubezogenen Kunst widmen. Mit Vorträgen von: Luise Helas, Martin Maleschka und Wolf R. Eisentraut. Zum Abschluß zeigen wir den Dokumentarfilm "Der Mensch, das Maß aller Dinge?" zur Sicherung des gleichnamigen Wandbildes (Doku von Jürgen Prange, 2010/13, 60 min), Moderation und Organisation: Andre Eckardt
In seinem neuen Buch: „Deutsche im Wind“. bietet der Germanist und Philosoph Michael Bittner eine bunte Mischung aus alltäglichen Situationen, mal total banal, mal unfreiwillig komisch, mal hoch politisch, mal philosophisch, aber immer mit einem Auge für Details und mit einem Augenzwinkern. Karlen Vesper spricht mit ihm über das Buch und über "Deutsche an und für sich".
Norbert Walz unternimmt eine Rekonstruktion der Beziehung von Karl Marx zur Philosophie von den Anfängen bis zum "Kapital". Im Gegensatz zum traditionellen Marxismus sieht er in der "marxistischen Philosophie", die vor allem auf Friedrich Engels zurückgeht, keine Entsprechung mit dem, was Marx unter Philosophie verstand.
In Hegels systematischer Konzeption bildet die Kunst (gefolgt von Religion und Philosophie) die erste Form des absoluten Geistes, in der sich das Absolute in der Unmittelbarkeit sinnlicher Anschauung darstellt. Als diese erste Stufe artikuliert die Kunst damit zugleich den Übergang vom objektiven Geist - als dem Inbegriff endlicher gesellschaftlich-politischer Verhältnisse - zum absoluten Geist ...
Lieder, Gedichte und Balladen erzählen von den Kämpfen und dem aufregenden Leben verschiedener Frauen, von ihren Schicksalsschlägen, ihren Siegen, ihren Hoffnungen und ihren Träumen. Die Texte sind u. a. von Irmtraud Morgner, Ingeborg Bachmann, Mascha Kaleko, Bertha von Suttner, Rosa Luxemburg, Clara Zetkin, Alexandra Kollontaj, Bertolt Brecht und Erich Mühsam; die Musik von Christof Herzog, Kurt Weill und Hanns Eisler. Die Schauspielerin Christa Weber wird am Klavier begleitet von Stefanie Rediske.
Die im Band „bin weiblich, bin männlich, doppelt“ Queere DDR-Literatur" (Mitteldeutscher Verlag 2025) versammelten Beiträge sind ein unvollständiger Versuch, den literarischen Spuren des Nichtidentischen in Geschlecht, Sexualität und Begehren in der (Literatur) der DDR nachzugehen. „Queer“ beschreibt – wenn auch nachträglich – das, was in Bezug auf Geschlechterfragen in der DDR-Literatur so kostbar und interessant ist: dass sich in ihr eine Sprache der Abweichung, der Spuren und Reste für das Sexuelle, das Begehren und Geschlecht finden lässt. Eine Sprache, die noch keine festen Kategorien und Termini kennt und somit Sexualität von den nichtidentischen Rändern aus erschreibt.
Am 7. März machen wir eine Exkursion zum Depot der AG Traditionsbus nach Rathenow. Als aktives Museum besitzt sie Dutzende alte BVG-Busse, die zum Teil noch im Betrieb sind. Vor Ort wollen wir uns die Geschichte des BVG-Busverkehrs anschauen und von Stefan Freytag erläutern lassen. Über die aktuellen Arbeitsbedingungen und gewerkschaftlichen Forderungen von Busfahrerinnen und Busfahrern sprechen wir mit Ekke Spiegel. Er ist Busfahrer bei der BVG
Der Vortrag berichtet über wichtige Perioden im Leben von Dmitri Schostakowitsch. Einige Ausführungen wird es zu den jährlich stattfindenden Internationalen Schostakowitsch-Tagen in Gohrisch/ Sächsische Schweiz geben. Außerdem geht der Vortrag auf die Ehrungen Schostakowitschs anlässlich seines 50. Todestages 2025 und seines 120. Geburtstages 2026 ein.
The panel looks into the most recent debates on Marxian value theory centering on the question of time while reassessing the concept of labour in an era of increased automation. Speakers will revisit the more classical theories that informed Marx’s views on value and engage with the more recent contributions to the question at hand ...
Laudatio: Beate Lemcke, Journalistin, Berlin; Musik: Stephan Noel Lang, Pianist / Komponist, Berlin; Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 15. Mai 2026. Termine zum Besuch der Galerie können telefonisch unter 030-47538724 oder per E-Mail an info@helle-panke.de vereinbart werden.
Trumps Macht beruht letztlich auf dem überlegenen US-Militär. Und dessen Überlegenheit beruht auf der US-Finanzmacht und damit auf dem Status des US-Dollars als Weltgeld. Warum hat der Dollar diesen Status? Welche Vorteile bietet er den USA wie auch ihren Widersachern? Und warum können weder Euro noch Chinas Renminbi den Dollar vom Thron stoßen?Darüber informiert Stephan Kaufmann.
In einem neuen Buch argumentiert der in den Niederlanden lehrende amerikanische Historiker Todd H. Weir, dass viele deutsche Linke aus zwei miteinander verwobenen, jedoch distinkten Traditionen schöpften, die sozialistische und die freigeistige. Er nennt die Schnittstellen zwischen den beiden den "roten Säkularismus".
Diesmal lesen wir einen Roman des ungarischen Schriftsteller und Nobelpreisträgers László Krasznahorkai. Der Buchklub beschäftigt sich mit dem Alltag in autoritären Gesellschaften. Wir lesen Romane, die sowohl rasche Regimewechsel als auch das langsame Hinabgleiten in den Autoritarismus oder Übergänge von allgegenwärtiger Beobachtung über gesellschaftliche Entmutigung bis hin zu persönlicher Freiheitsberaubung literarisch darstellen.
Die Erinnerung an Leben, Werk und Wirken Wilhelm Liebknechts offenbart eine nicht geahnte Aktualität seines Kampfes um die Formierung einer revolutionären Arbeiterpartei auf der Grundlage marxistischen Denkens und innerparteilicher Demokratie. Vortrag und Diskussion mit dem Philosophen, Sozialpädagogen und Austromarxismusforscher Dr. Michael Franzke, Leipzig
mit Rhena StürmeIm Spannungsfeld von sozialer Utopie und politischer Praxis prägten Karl Schröder, Alexander Schwab, Bernhard Reichenbach und Adam Scharrer den Linkskommunismus der frühen Weimarer Republik. Sie grenzten sich von anderen linken Strömungen, auch dem sowjetischen Modell, ab, und verteidigten das Räteprinzip als Ideal einer demokratisch verfassten kommunistischen Wirtschaft und Gesellschaft. Im Vortrag verfolgr Rhena Stürmer ihre Weltanschauungen und Lebenswege vom Kaiserreich bis in die 1970er Jahre.
This panel brings together three leading theorists of computing, biology, and speculative philosophy to weigh in on the limits and possibilities of artificial intelligence and computing more broadly in the context of organismic complexity. Critical of deeply entrenched views (in science, engineering, ...
Paulus van Geldern ist Rechtsanwalt und erfolgreicher Strafverteidiger. Er lebt getrennt von seiner Frau Martha, ehemals Revuestar, jetzt Inhaberin eines mondänen Modesalons. Paulus aber frönt der Spielleidenschaft und verliert eines Abends ein hohe Summe, die er innerhalb weniger Tage zurückzahlen muss ...
Diesmal lesen wir Viktor Pelewin: Omom hinterm Mond (1992). Der Buchklub beschäftigt sich mit dem Alltag in autoritären Gesellschaften. Wir lesen Romane, die sowohl rasche Regimewechsel als auch das langsame Hinabgleiten in den Autoritarismus oder Übergänge von allgegenwärtiger Beobachtung über gesellschaftliche Entmutigung bis hin zu persönlicher Freiheitsberaubung literarisch darstellen.
Diesmal lesen wir "Alte Freunde", ein Roman aus dem Jahr 2003 von Rafael Chirbes. Der Buchklub beschäftigt sich mit dem Alltag in autoritären Gesellschaften. Wir lesen Romane, die sowohl rasche Regimewechsel als auch das langsame Hinabgleiten in den Autoritarismus oder Übergänge von allgegenwärtiger Beobachtung über gesellschaftliche Entmutigung bis hin zu persönlicher Freiheitsberaubung literarisch darstellen.
Im Auftrag der Erben und gefördert durch das deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg erforschte Ulrich Weitz das Schicksal der legendären Kunstsammlung des Kommunisten Eduard Fuchs (1870-1940). Fuchs-Biograf Weitz erzählt in seinem Vortrag von der Beschlagnahmung des Museums Fuchs in Berlin-Zehlendorf durch die Gestapo ...
Diesmal lesen wir einen Roman des irischen Autors Paul Lynch. Der Buchklub beschäftigt sich mit dem Alltag in autoritären Gesellschaften. Wir lesen Romane, die sowohl rasche Regimewechsel als auch das langsame Hinabgleiten in den Autoritarismus oder Übergänge von allgegenwärtiger Beobachtung über gesellschaftliche Entmutigung bis hin zu persönlicher Freiheitsberaubung literarisch darstellen.
Eva Maria Kohl stellt die Arbeitsweise und das Leben der Kinderbuchillustratorin, Künsterlin und Karikaturistin Elizabeth Shaw vor.