Samstag, 6. April 2024, 14:00 bis 16:00, Denkmal für die erste Homosexuelle Emanzipationsbewegung, Magnus-Hirschfeld-Ufer, 10557 Berlin

Rundgang: Queere Geschichte in und um den Tiergarten

Queer AG

Denkmal für die Emanzipation Homosexsueller

Berlin war weltweit das erste Zentrum queerer Emanzipation. Hier wurde vor mehr als 125 Jahren das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee (WhK) gegründet, das sich für die Entkriminalisierung der männlichen Homosexualität einsetzte. Deren Vorsitzender, der jüdische Sozialist Dr. Magnus Hirschfeld, gründete ebenso das erste Institut für Sexualwissenschaft. Es beschäftigte sich mit Themen, die wir heute als queer bezeichnen. Ebenso setzte es sich für die Legalisierung der Abtreibung ein. Im Institut wohnten auch Mitglieder der KPD. Es wurde 1933 von den Nazis verwüstet und die Bibliothek bei der Bücherverbrennung vernichtet.
Im Berlin der 1920er Jahre erlangten Lesben, Schwule und Trans*menschen große Freiräume. Die Nazis zerstörten diese Kultur. Etwa 5.000 schwule Männer sowie vereinzelt auch Lesben und Trans*personen wurden in Konzentrationslager verbracht, gequält und ermordet. Erst heutzutage hat Berlin wieder ein queeres Leben und eine Kultur, die an die queere Kultur von vor 100 Jahren heranreicht.

Mit Andreas Pretzel (Magnus-Hirschfeld Gesellschaft) schreiten wir die Orte und Denkmäler queeren Lebens ab und beleuchten Hintergründe. Er war an den Diskussionsprozessen zu diesen Erinnerungsstätten im Vorfeld beteiligt.

Den Rundgang moderiert Bodo Niendel.

Bei diesem Rundgang nutzen wir unsere Personenführungsanlage und müssen deswegen die Besucher*innenzahl begrenzen. Wir bitten deshalb um eine Anmeldung.

Kosten: 5 Euro

Wo?

Denkmal für die erste Homosexuelle Emanzipationsbewegung
Magnus-Hirschfeld-Ufer
10557 Berlin