Mittwoch, 4. November 2026, 19:00 bis 21:00, Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin

DDR-Philosophie 1945–1995. Vom Schließen und Aufstoßen der Fenster

Hans-Christoph Rauh und Christoph Links im Gespräch über die Philosophie der DDR und ihre Nachwirkungen

Vor 80 Jahren, 1946, wurde in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) die Parteihochschule "Karl Marx" ins Leben gerufen. Dies geschah in einer Zeit, als der Philosophie im Lande noch kaum Denkverbote auferlegt waren. In den Anfangsjahren lehrten in der SBZ noch einige altbürgerliche Philosophen, die den NS im inneren oder äußeren Exil überstanden oder den Widerstand gegen diesen überlebt hatten. Viele davon sympathisierten mit Antifaschismus und Sozialismus, waren aber nicht auf Linie der ebenfalls 1946 gegründeten SED.

Wie es die Partei dann in wenigen Jahren geschafft hat, ihre „Kader-Philosophie“ (N. Kapferer) in den Anfängen langsam aufzubauen und anschließend das freie Denken und dessen Vertreter zu verdrängen, wie es dennoch weiterhin zu Denkversuchen kam und welche Ausgänge es aus dieser Philosophie für eine abgeschlossene Welt schließlich gab – bis zu den Nachwirkungen in unsere Gegenwart –, darüber spricht und diskutiert Prof. Dr. Hans-Christoph Rauh (auf Grundlage seines neuesten Werkes DDR-Philosophie 1945-1995. Geschichte und Kritik, Metzler Verlag 2026) mit dem langjährigen Verleger (auch seiner Bücher über die DDR-Philosophie), Dr. Christoph Links.

Das Gespräch findet nicht ohne Hintergedanken am 4. November statt, an dem im Jahre 1989 auf der Alexanderplatz-Großdemo Stefan Heym vor einer halben Million Menschen ausrief: „Es ist, als habe einer die Fenster aufgestoßen“.

Kosten: 2 €

Wo?

Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin
Kopenhagener Str. 9
10437 Berlin