Mittwoch, 23. September 2026, 19:00 bis 21:00, Max-Lingner-Haus, Beatrice Zweig Straße 2, 13156 Berlin

Linke Kunst gestalten: Das Internationale Büro Revolutionärer Künstler in den 1930er Jahren

Vorträge im Max-Lingner-Haus

Moskau, Anfang der 1930er Jahre: linke Künstler:innen aus Europa und den USA trafen sich im Internationalen Büro Revolutionärer Künstler — angelockt von der Sowjetunion, getrieben von politischer Verfolgung und oft auch wirtschaftlicher Not. Das Büro entstand nicht als staatliche Institution, sondern als Zusammenschluss praktizierender Künstler:innen, die linke Kunst weltweit bündeln und vernetzen wollten. Obwohl es dezidiert politische Kunst förderte und sich von der sowjetischen Kulturpolitik instrumentalisieren ließ, gerieten die ästhetischen Positionen seiner Mitglieder:innen oft in Widerspruch zum Diktat des Sozialistischen Realismus. Der Vortrag beleuchtet diesen vergessenen Versuch einer Kunst-Internationale und die Künstler:innen, die sie mit Leben füllten.

Vortrag von Daniel Bulatov (Daniel Bulatov ist Kurator und Kunsthistoriker mit dem Schwerpunkt auf der Kunst des 20. Jahrhunderts. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Puschkin-Museum für Bildende und promoviert derzeit an der Universität Münster)

Moderation: Martina Renner

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Helle Panke und Max-Lingner-Stiftung

Kosten: 5,00 Euro / 3,00 Euro ermäßigt

Wo?

Max-Lingner-Haus
Beatrice Zweig Straße 2
13156 Berlin