Donnerstag, 15. Januar 2026, 18:00 bis 20:00, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A, 10243 Berlin

Rosa Luxemburg in Spielfilmen der DDR und BRD

Ein Streitgespräch zwischen Julia Killet und Angelika Nguyen

Politik und Kultur

Die Rezeption Rosa Luxemburgs verlief in Ost- und Westdeutschland nach 1945 sehr unterschiedlich und war geprägt vom ideologischen Wettstreit des Kalten Krieges. In der DDR wurde Rosa Luxemburg offiziell als revolutionäre Märtyrerin verehrt: Straßen, Schulen und Betriebe trugen ihren Namen, und bei staatlichen Gedenktagen erschienen Porträts auf Fahnen und Transparenten. Gleichzeitig wurden zentrale Aspekte ihres Denkens – etwa ihr Einsatz für politische Freiheiten und innerparteiliche Demokratie – unter dem Schlagwort des "Luxemburgismus" abgewertet und eine theoretische Auseinandersetzung verhindert. In der BRD hielt sich dagegen lange das ablehnende Bild, das Rosa Luxemburg unter der diffamierenden Bezeichnung der "blutigen Rosa" als Gefahr für die bestehende Ordnung darstellte.

Auch in Spielfilmen wird Rosa Luxemburg in unterschiedlichen Facetten dargestellt – mal stärker geprägt von historischen Deutungen, mal aus einer eigenständigen künstlerischen Perspektive, die über einfache Stereotype hinausgeht. In einem Streitgespräch diskutieren Julia Killet, Luxemburg-Forscherin vom linken Niederrhein, und Angelika Nguyen, Filmwissenschaftlerin und DEFA-Expertin aus Ostberlin, ihre unterschiedlichen Wahrnehmungen und Interpretationen. Dabei geht es um die DEFA-Filme über Karl Liebknecht und Ernst Thälmann aus der DDR sowie um den Luxemburg-Spielfilm von Margarete von Trotta aus der BRD, aus denen Ausschnitte gezeigt werden.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit "Helle Panke" e. V. - Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin.

Kosten: 2 €

Wo?

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin