Hans Jonas Gunzelmann stellt in seinem Vortrag Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt „Wirksam gegen Rechtsaußen“ zu zivilgesellschaftlichen Strategien gegen die extreme Rechte vor.
Die Berlinerinnen und Berliner stört die Vermüllung unserer Stadt. Es sind die überquellenden Mülleimer, Sperrmüll, der am Straßenrand abgestellt wird, oder die Hinterlassenschaften des letzten Wochenendes, die auf Wiesen, öffentlichen Plätzen oder in Parks liegen bleiben. Aber war früher wirklich alles besser? Das wollen wir im Museum des Vereins „Saubere Zeiten“, der auf dem Gelände des BSR-Betriebshofs in der Ringbahnstraße ein Müllentsorgungsmuseum betreibt, besprechen. Zuvor bekommen wir eine Präsentation zur Geschichte der Straßenreinigung und Müllabfuhr. Außerdem wollen wir mit dem Ver.di-Vertrauensmann Carlos Seefeld über die Arbeitsbedingungen bei der BSR sprechen.
Die Weimarer Republik war keinesfalls eine Demokratie ohne Demokraten. Viele Menschen erkannten rechtzeitig die wachsende faschistische Gefahr und riskierten ihr Leben im Kampf zur Abwehr einer Hitlerdiktatur. Dazu gehörten die Angehörigen einer zu Unrecht vergessenen, parteiübergreifenden Organisation, des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, das sich selbst als „Schutztruppe der Republik“ verstand. Der Historiker Hans-Rainer Sandvoß würdigt ihr Wirken in Berlin und Brandenburg.
Das Filmportal „arsenal“ urteilt: „Der Film ist mehreres zugleich: ein Krimi, ein Gerichtsfilm, vor allem aber Porträt eines Kriminellen mit dem Herz am rechten Fleck.“ Einführung und Kommentierung: Dr. Jürgen Schebera
Sergio Bologna wird über die Anfänge des Operaismus, seine persönlichen Erfahrungen und die damaligen Kämpfe erzählen, über die entscheidenen Protagonisten und die Grundbegriffe der operaistischen Gesellschaftskritik, die vor allem in den beiden Organen des Operaismus ausgearbeitet wurden, den "Quaderni Rossi" und in "Classe Operaia", sowie über den Umbruch, den der Operaismus in den 1970er Jahren erfuhr.
Am 18. April fahren wir nach Hoyerswerda und wollen uns dort im Rahmen von zwei ausgiebigen Stadtführungen mit der Geschichte auseinandersetzen. Wir fahren um 8 Uhr in Berlin vom Ostbahnhof los. In Hoyerswerda angekommen, erkunden wir unter Führung von Prof. Harald Kegler die Geschichte der DDR-Planstadt ...
Diesmal lesen wir Viktor Pelewin: Omom hinterm Mond (1992). Der Buchklub beschäftigt sich mit dem Alltag in autoritären Gesellschaften. Wir lesen Romane, die sowohl rasche Regimewechsel als auch das langsame Hinabgleiten in den Autoritarismus oder Übergänge von allgegenwärtiger Beobachtung über gesellschaftliche Entmutigung bis hin zu persönlicher Freiheitsberaubung literarisch darstellen.
Hartmut König, Jahrgang 1947, Mitbegründer der ersten deutschsprachigen DDR-Beatband TEAM 4 und des "Oktoberklubs", Autor und Komponist zahlreicher Lieder ("Sag mir, wo du stehst", Songtexte für den DEFA-Film "Heißer Sommer"), später stellvertretender Kulturminister der DDR, stellt in seinem Programm "Schön ist der Frieden, wenn du seiner sicher bist" neue und alte Lieder vor und liest aus seinen Büchern, u.a. aus "Stalin, Dulles und der Galgen in Prag."
Der belarussisch-sowjetische Schriftsteller, Literaturkritiker, Publizist und Menschenrechtler Ales Adamowitsch (1927–1994) gehörte zu den Mitgründern der Menschenrechtsorganisation Memorial und setzte sich bis zu seinem Tod 1994 aktiv für eine demokratische Wende und für eine Aufarbeitung der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ein. Im Vortrag werden einige von Adamowitschs wichtigsten Büchern vorgestellt und es wird auf seine menschenrechtliche Tätigkeit eingegangen.
Ein Gespräch von (ehemaligen) Insidern: Wie erlebten Botschaftsmitarbeiter aus der Bundesrepublik und der DDR den Kalten Krieg in den 1980er Jahren, den Herbst 1989 und den Abzug der Sowjetarmee in den Neunzigern? Darüber tauschen sich am 22. April zwei unmittelbar beteiligte Zeitzeugen bei uns aus, Walter Stechel (BRD-Diplomat) und Oswald Schneidratus (DDR-Diplomat).
Wir laden alle Kunstinteressierten an diesem Sonntagnachmittag zu einer "Offenen Galerie" bei Kunst, Kaffee und Kuchen ein. Mit der Künstlerin Erna Tober und dem Pianisten Stephan Noel Lang.
Rainer Land wird ein über 1000 Seiten starkes Buch vorstellen, das zurzeit in der Diskussion ist: Sven Beckerts Kapitalismus. Geschichte einer Weltrevolution. Beckert legt darin einen neuen, weitreichenden Ansatz zum Verständnis des Kapitalismus vor.
Katalin Gennburg ist Bundestagsabgeordnete für Die Linke und war zuvor neun Jahre im Berliner Abgeordnetenhaus für die Themen Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt zuständig. Sie gilt als Expertin ihrer Disziplin und verrät in der Veranstaltung, worauf es dieses Jahr ankommt in Berlin!
Mit dem dritten „Revolutions“-Band der MEGA² I/9 liegen nunmehr alle Arbeiten von Marx und Engels aus der Revolution von 1848/49 vor. Es sind überwiegend ihre Artikel aus der „Neuen Rheinischen Zeitung“, die vom Chefredakteur Karl Marx geleitet wurde. Mit einer Vielzahl von identifizierten neuen Artikeln und Dokumenten, darunter das persönliche Exemplar von Marx, kann ein differenzierterer Einblick in das über Deutschland hinaus bekannte „Organ der Demokratie“ vorgelegt werden. Das aktive Wirken in der Revolution hat nachhaltig Einfluss auf ihre späteren Arbeiten genommen. Referent Dr. François Melis
Der Schauspieler Curt Bois war in den 1920er Jahren ein gefragter Schauspieler und musste im NS Deutschland verlassen. In Hollywood konnte er sich in Nebenrollen beweisen. 1950 kehrte er zurück und spielte bei Brecht am BE. 1954 ging er 1954 in den Westen, blieb aber vehementer Antifaschist. Er spielte große Rollen, konnte 1988 den Europäischen Filmpreis für Wim Wenders´ „Der Himmel über Berlin" entgegennehmen. Er starb mit 91 Jahren. Am 5. April ist sein 125. Geburtstag. F.-B. Habel stellt Bois vor.
Der sowjetische Kulturoffizier Sergej Tulpanow hat den Deutschen nach 1945 geholfen, sich vom faschistischen Ungeist zu befreien und zurückzufinden zu ihrem reichhaltigen humanistischen Erbe. Die Berliner Historikerin Inge Pardon, die in den 1970er Jahren in Leningrad bei Tulpanow promovierte, stellt die gemeinsam mit ihrem Mann Michael verfasste erste Biografie eines außergewöhnlichen Mannes vor, der seinen Idealen trotz vieler persönlicher Schicksalsschläge treu blieb.
Der Generaloberst der Roten Armee Nikolai Bersarin hatte nach schweren Kämpfen seiner 5. Stoßarmee gegen die sich aufbäumenden Faschisten am 21. April 1945 als erster sowjetischer Verband im Osten Berlins die Stadtgrenze erreicht. Bersarins Armee eroberte danach das Regierungszentrum mit der Reichskanzlei und war auch an der Einnahme des Reichstages beteiligt. Am 24. April ernannte Marschall Schukow ihn zum ersten Stadtkommandanten und Chef der Sowjetischen Garnison in Berlin.
Im Berufssport spiegel sich die jeweilige Gesellschaftsgeschichte wieder. Dieses gilt auch für den Boxsport. Die Geschichte des deutschen Berufsboxens erzählt der Sportjournalist Martin Krauß
Diesmal lesen wir "Alte Freunde", ein Roman aus dem Jahr 2003 von Rafael Chirbes. Der Buchklub beschäftigt sich mit dem Alltag in autoritären Gesellschaften. Wir lesen Romane, die sowohl rasche Regimewechsel als auch das langsame Hinabgleiten in den Autoritarismus oder Übergänge von allgegenwärtiger Beobachtung über gesellschaftliche Entmutigung bis hin zu persönlicher Freiheitsberaubung literarisch darstellen.
Im Auftrag der Erben und gefördert durch das deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg erforschte Ulrich Weitz das Schicksal der legendären Kunstsammlung des Kommunisten Eduard Fuchs (1870-1940). Fuchs-Biograf Weitz erzählt in seinem Vortrag von der Beschlagnahmung des Museums Fuchs in Berlin-Zehlendorf durch die Gestapo ...
Vermutlich hat kein Songwriter des 20. und 21. Jahrhunderts bei Intellektuellen und Philosophen so viel Aufmerksamkeit erregt wie Bob Dylan. Obwohl er im strikten Sinne weder ein Intellektueller noch ein Philosoph ist, kann man durchaus von einer Dylan’schen Songphilosophie sprechen. Jenseits der strikten ...
Am 22. Mai gibt es letztmalig die Möglichkeit, im Rahmen einer Finissage die Arbeiten von Erna Tober zu sehen. Die Künstlerin erwartet Sie ab 17:00 Uhr bei Fingerfood, Getränken und Gesprächen über Kunst. Die Künstlerin und das Galerieteam freuen sich über Ihren Besuch.
Mit Günter Jordan, Matthias Oehme und Stefanie Eckert
Gespräch mit Jürgen Tatzkow über seinen Vater
Wir starten um 9:30 Uhr am Ostbahnhof und fahren nach Eberswalde. Dort beginnen wir gegen 10:30 Uhr am Synagogendenkmal mit einem historischen Stadtrundgang. Nach einem Mittagsimbiss werden wir beide jüdischen Friedhöfe besuchen und anschließend nach Finow fahren, um an Führungen im Finower Wasserturm und durch die Messingwerksiedlung teilzunehmen. Diese Siedlung ist eng mit der jüdischen Unternehmerfamilie Hirsch und mit der Industriegeschichte der Region verbunden. mit Ellen Grünwald, Anke-Geißler-Grünberg
Was haben gegenwärtige Berliner Post-Punk Bands gemeinsam mit Friedrich Nietzsche, Simone Weil, Hannah Arendt und Maurice Merleau-Ponty? Was haben Dialektischer Materialismus, Francis Fukuyama, kommerzielle Pop Musik und Big Tech gemeinsam? Der performative Vortrag untersucht zwei trans-epochale Konstellationen und wie sie zueinander stehen ...
Unsere Busexkursion führt uns zur Feldberger Seenlandschaft. Diesmal steht die Kultur im Mittelpunkt. Wir besuchen das Fallada-Haus in Carwitz und kommen dort in den Genuss einer fachkundigen Führung. Nach der Mittagspause fahren wir zum Theater nach Luzin und schauen uns das Stück "Reineke Fuchs" nach einer Fabel von Goethe an.
Diesmal lesen wir einen Roman des irischen Autors Paul Lynch. Der Buchklub beschäftigt sich mit dem Alltag in autoritären Gesellschaften. Wir lesen Romane, die sowohl rasche Regimewechsel als auch das langsame Hinabgleiten in den Autoritarismus oder Übergänge von allgegenwärtiger Beobachtung über gesellschaftliche Entmutigung bis hin zu persönlicher Freiheitsberaubung literarisch darstellen.
Eva Maria Kohl stellt die Arbeitsweise und das Leben der Kinderbuchillustratorin, Künsterlin und Karikaturistin Elizabeth Shaw vor.
Lutz van Dijk blickt auf ein bewegtes Leben zurück, das ihn, geboren in Westberlin, später Zuhause sein ließ in Hamburg, Amsterdam, Jerusalem und heute Kapstadt. In seiner politischen Autobiografie „Die weite Welt“ (Querverlag 2026) schildert er u.a. die Anfänge der westdeutschen Friedensbewegung, den Kampf gegen Diskriminierung sexueller Minderheiten als junger Lehrer, später auch seine Arbeit als Journalist in Jerusalem und als Historiker und Pädagoge bei der Anne Frank Stiftung in Amsterdam. Lutz van Dijk wird sein Buch vorstellen und spricht mit Petra Pau, die ihn vor Kurzem in Südafrika in seinem Township-Kinderhaus besuchte.