Dienstag, 18. Februar 2020, 19:00 bis 21:00, Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin

Der Raub von Kulturgütern in der NS-Zeit

Und seine anhaltende Aktualität

Geschichte

Diese Bücher und viele weitere Kulturgüter stehen unter Raubgutverdacht.

Das NS-System hinterließ Millionen zerstörte Biografien und flächendeckende materielle Zerstörungen. Die Nachkriegszeit war geprägt durch Wiederaufbau und geistige Aufarbeitung des Geschehenen. Verjährungsfristen führten allerdings dazu, dass der massenhafte Raub an Kulturgütern nicht mehr justiziabel war. Demgegenüber gab und gibt es eine nicht verjährende moralische Verantwortung! Der Fall Gurlitt machte die Problematik schlagartig publik.
Angesichts der großen Menge der noch immer in Bibliotheken, Museen und Archiven liegenden und auf Rückgabe wartenden Kulturgüter an ihre rechtmäßigen Eigentümer, Erben und Rechtsnachfolger ist es umso dringender, über die anhaltende Aktualität des nationalsozialistischen Wahnsinns und die von ihm verübten Verbrechen zu sprechen.
Wie lässt sich auf dieser Grundlage Gerechtigkeit herstellen, wie eine nachhaltige und ehrliche Erinnerungskultur entwickeln, um hinsichtlich der materiellen Enteignungen eine faire Lösung für alle Beteiligten zu finden?

Referentin: Anke Geißler-Grünberg (Historikerin & Judaistin)
Moderation: Dr. Stefan Bollinger

 

Kosten: 2,00 Euro

Wo?

Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin
Kopenhagener Str. 9
10437 Berlin