Dienstag, 22. Januar 2019, 19:00 - 21:00, Berlin

War das Vorgehen der Treuhand alternativlos?

Was wäre wenn? 70 Jahre DDR (1949–1989–2019)

Joerg Roesler bei einem Vortrag 2015

War das Vorgehen der Treuhand 1991-94 alternativlos? Das behauptet zumindest der Mainstream der Zeitgeschichtsschreibung. Danach sei das Kohlsche Transformationskonzept zur Überwindung der DDR-Strukturen einzig richtig und alternativlos gewesen.
Immerhin lagen andere Konzepte vor. Was wäre möglich gewesen, wenn diese sich durchgesetzt hätten? In der Veranstaltung werden das von der Regierung Modrow (in Ansätzen) entwickelte Wirtschaftsprogramm sowie die von westdeutschen Wirtschaftswissenschaftlern wie Hans-Werner Sinn, Rudolf Hickel, Wilhelm Hankel und Wirtschaftslenkern wie R. M. Gohlke und Detlev Rohwedder verfolgten Ideen vorgestellt. Erstere Konzepte hatten zwischen Dezember 1989 und März 1990 praktische Bedeutung, letztere bis zur Übernahme der Treuhandanstalt durch Birgit Breuel 1991.
Welche Auswirkungen hätte ihre Umsetzung auf die Entwicklung Ostdeutschlands gehabt? Wie hätten sich Verdienst und Lebensstandard entwickelt? Welche Folgen hätte das für das mentale Zusammenleben der Ost- und Westdeutschen haben können?

Referent: Prof. Jörg Roesler (Wirtschaftshistoriker)
Moderation: Dr. Stefan Bollinger

 

Kosten: 2,00 Euro

Wo?

Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin
Kopenhagener Str. 9
10437 Berlin