Donnerstag, 1. Dezember 2016, 20:00 - 22:00, k - fetisch, Wildenbruchstraße 86, 12045 Berlin

Start-ups, Apps & Wadenmuskelkraft

Wie sich der Digitale Kapitalismus und seine Arbeitskämpfe im Alltag zeigen

Junge Panke

In der Berliner Innenstadt sind die Fahrer*innen von Deliveroo und Foodora nicht zu übersehen. Überall schlängeln sich Essenslieferanten hastig mit ihren Warmhalteboxen durch den Straßenverkehr. Dass diese schweißtreibende Arbeit zum Bild des um sich greifenden Digitalen Kapitalismus und seiner Arbeitsverhältnisse werden könnte, hätten die wenigsten gedacht. Solang uns jedoch noch nicht Drohnen und selbstfahrende Autos die Dinge bringen, die wir im Netz bestellen, geht der Digitale Kapitalismus mit jeder Menge prekarisierter Arbeit einher.
In anderen Ländern greifen mittlerweile Fahrer*innen auf die traditionellen Formen des Klassenkampfs die gewerkschaftliche Organisierung und den Streik zurück.

Über die Pfade und Wirklichkeiten des Digitalen Kapitalismus und seiner Arbeitsverhältnisse wollen wir am Beispiel der Lieferdienste-Apps an diesem Junge-Panke-Abend sprechen.
Als Grundlage für die Diskussion zeigen wir zu Beginn Videointerviews mit Fahrer*innen, die wir im Vorfeld der Veranstaltung geführt haben.

Im Anschluss sprechen wir mit den JournalistInnen Hendrik Lehmann (Tagesspiegel Digital Present) und Nina Scholz.

Moderation: Fabian Kunow

Diese Abendveranstaltung ist eine Kooperation von Helle Panke e. V. - Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.


Bericht von Peter Nowak im ND über die Veranstaltung.

Zudem hat er einen Artikel in der Jungle World verfasst:

Das Symbol der aufgehenden Sonne stand Anfang der achtziger Jahre für den Kampf um die 35-Stundenwoche. Die Kampagne für Arbeitszeitverkürzung wurde über die DGB-Gewerkschaften hinaus auch von Jugendverbänden, Künstlern und Gruppen der außer­parlamentarischen Linken jener Zeit unterstützt. Das Symbol erinnert an eine Zeit, als Reformen noch eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Lohnabhängigen bedeuteten und es die weit verbreitete Überzeugung gab, dass der technische Fortschritt dazu beitragen könne.

Dieser Tage ist von Reformen hingegen nicht viel zu erwarten. So vage und unbestimmt die Begriffe aus dem Bereich »Arbeit 4.0« sind, so verbreitet ist auch die Überzeugung, dass intelligente Maschinen eine große Zahl der derzeitigen Arbeitsplätze überflüssig machen werden und dass immer mehr Menschen deshalb immer öfter immer schlechter bezahlte Jobs annehmen müssen, um zu überleben. linge Deutschland seit 20 Jahren verändern.

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Kosten: 2,00 Euro / erm. 1,00 Euro

Wo?

k - fetisch
Wildenbruchstraße 86
12045 Berlin