Mittwoch, 22. Januar 2014, 19:30 bis 21:30, Salon Rohnstock, Schönhauser Allee 12, 10119 Berlin

Forschungen zur Volkskunst und zum Laienschaffen in der DDR

Kulturdebatte im Salon

Welche künstlerischen Kreativitäten und Geselligkeitsformen verbargen sich hinter den strapazierten Begriffen "Volkskunst" und "Laienschaffen"? Im Spannungsfeld von Kulturpolitik, lenkender Vermittlung und finanzieller Förderung etablierte sich eine in Strukturen und künstlerischer Präsenz außerordentlich differenzierte kulturelle Bewegung.
Ethnographische Forschungen dazu regten Wolfgang Steinitz und Paul Nedo an, Protagonisten der "Volkskunde des Neubeginns". In den Folgejahrzehnten wurden die Forschungsansätze präzisiert und neue Zugänge zur aktuellen Volkskunst geöffnet. Als "Freizeitkunst" definiert, wurde sie vorwiegend empirisch am Beispiel der Zirkel für Malerei und Grafik sowie der angewandten Kunst untersucht.
Heute blicken wir kritisch auf die kulturpolitische Strategie der "kulturellen Massenarbeit" - obwohl sie ermöglichte, dass sich eine breite kreative Szene entwickelte. Ihre Akteure sind inzwischen Zeitzeugen und nicht selten Multiplikatoren im aktuellen Kulturbetrieb.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Kulturinitiative '89 und unterstützt durch "Rohnstock Biografien"

Referentin: Prof. Ute Mohrmann (Bad Saarow), leitete den Bereich Ethnographie an der Humboldt-Universität zu Berlin und war später Gastprofessorin an den Universitäten Wien, Marburg und Kiel.
Moderation: Prof. Dietrich Mühlberg

Kosten: 2,00 Euro

Wo?

Salon Rohnstock
Schönhauser Allee 12
10119 Berlin