Zum Nachhören: "Postwachstumspolitiken" – (Um-)Wege in eine wachstumsunabhängige Gesellschaft. Teil 2

Mitschnitt einer Veranstaltung der Hellen Panke in der Reihe „Forum Wirtschafts- und Sozialpolitik“ vom 29. Mai 2017

"Postwachstumspolitiken" – (Um-)Wege in eine wachstumsunabhängige Gesellschaft. Teil 2 by Rosa-Luxemburg-Stiftung

Postwachstum und Degrowth zielen auf eine Gesellschaft, die Stabilität, Wohlstand, ein gutes Leben für alle dauerhaft ermöglichen kann, weil sie sich unabhängig von permanentem ökonomischen Wachstum reproduziert.
Aber wie können Übergänge in eine Postwachstumsgesellschaft konkret aussehen; ist ein solch tiefer Einschnitt „demokratisch und friedlich“ zu bewältigen? Viele Akteure der Postwachstums- und Alternativ-Szene setzen ausschließlich auf den Weg des Wandels „von unten“, auf die Ausstrahlung und Verbreitung von alternativen Praktiken, Initiativen, Lebensstilen, Kulturen des Selbermachens, Non-Profit-Unternehmen etc. Politik und ihre maßgeblichen Akteure wie Parteien und Gewerkschaften hingegen wetteiferten lediglich um Rezepte für das Wachsen und Verteilen eines Kuchens, der (nicht nur ökologisch) „vergiftetet“ sei.
Aber wird hier nicht ein falscher Gegensatz aufgebaut? Welche Politiken, Reformen und Akteure könnten in diesem Spannungsfeld vermitteln, einen Richtungswechsel einleiten ohne selbst explizit pro Postwachstum sein zu müssen? Wie kann transformative Politik soziale Bedingungen so verändern, dass Postwachstum auch für „Normalbürger“ eine attraktive Perspektive werden kann? Was könnte das für die Politik von Gewerkschaften bedeuten?

Mitschnitt einer Veranstaltung in der Reihe „Forum Wirtschafts- und Sozialpolitik“ vom 29. Mai 2017

01 - Dr. Frank Adler
02 - Jana Flemming

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