Mittwoch, 16. Mai 2012, 20:00, SO 36, Oranienstraße 190, 10999 Berlin

Rechte Umtriebe im Hardcore

Diskussion über Nazis auf Konzerten, Grauzonenproblematik, NSHC Bands

Junge Panke

Was ist los in der Hardcore-Szene? Entstand der HC als Kritik an dem bloß zur Attitüde verkommenden Punk in den 1980er, kommen heute Nazis auf HC-Konzerte in Orten mit einer linken Geschichte und fühlen sich offensichtlich nicht fehl am Platz. "Hatecore" ist zum Sound der "Autonomen Nationalisten" geworden, welche heute den Großteil der jungen Generation der Neonazis stellen. Mit dem "National Socialist Hardcore" (NSHC) ist eine immer populärer werdende Sparte im Rechtsrock entstanden. So verfügt NSHC mittlerweile über eigene Bands, Labels und länderübergreifende Netzwerke. Aus dem politisch unangepassten Punk und Hardcore kehrt mit dem NSHC der Gleichschritt des Neonazismus in die HC-Szene ein.

Liegt bei vielen die Bewertung und der Umgang mit NSHC Bands und ihren Merchandise-Trägern klar auf der Hand, stellt sich bei genauerer Analyse und im Blick auf die gängige Szene-Praxis die Situation dennoch differenzierter dar und es bleiben Fragen: Ist die Rede von einer "Unterwanderung der Hardcoreszene" eigentlich zutreffend? Und wie kann überhaupt eine Szene entstehen, die das Gerüst von Hardcore mit rassistischen, antisemitischen und rechten Inhalten füllt? Und nicht zuletzt: Was wären mögliche Gegenstrategien?

Neben aller Information und Aufklärung wollen wir an diesem Abend auch viel diskutieren.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Junge Panke, Antifaschistisches Infoblatt und der Kampagne Kein Bock auf Nazis.

Mit Tom Krämer (Initiative NSHC ausschalten)

Moderation: Fabian Kunow

Kein Bock auf Nazis, Antifaschistisches Infoblatt

Kosten: 1,00 Euro

Wo?

SO 36
Oranienstraße 190
10999 Berlin