Mittwoch, 21. März 2012, 19 Uhr
Architekturvortrag 2
Vortrag von Jo Sollich (Architekt)
Nach dem Ersten Weltkrieg erfolgte durch die Volksabstimmung über die Zugehörigkeit Schlesiens 1921 eine Veränderung der Grenzlinie zwischen dem Deutschen Reich und Polen. Bereits in Folge der fortschreitenden Industrialisierung ab 1900 war in der Region eine umfassende Bautätigkeit vor allem im Wohnungs- und Siedlungsbau zu verzeichnen. Ein auf deutscher und polnischer Seite verändertes Nationalempfinden führte in den Jahren nach der Abstimmung jedoch dazu, dass den dann folgenden städtebaulichen Projekten eine andere Bedeutung zukam. Orte, die vorher im Landesinneren gelegen hatten, wurden nun zu Grenzstädten und auf beiden Seiten bemühte man sich, diesen Grenzstädten eine neue Identität einzuschreiben. Der Vortrag zeigt an einigen ausgewählten Beispielen, welche Langzeitwirkungen diese politischen Veränderungen bis in die Nachkriegszeit auf Städtebau und Architektur dieser Region hatte und teilweise heute noch nachvollziehbar sind.
Veranstalter: Hermann-Henselmann-Stiftung
Veranstaltungsort:
Max-Lingner-Haus
Strasse 201, Nr. 2
13156 Berlin
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