Foto: Jan Maas
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Mehr als 30 Gäste kamen am 9. Februar zum „mediatuesday“ ins tazcafé, um über die Bilanz der Bundesregierung nach 100 Tagen aus der Sicht linker Medien zu diskutieren. Jörn Kabisch vom „Freitag“ stellte auf dem Podium die These auf, dass die schwarz-gelbe Regierung das Ende der Lagerregierungen darstelle. Während die oppositionelle SPD sich zuweilen staatstragend verhalte, geriere sich die regierende FDP wie in der Opposition.
Petra Welzel von der Gewerkschaftszeitung „ver.di PUBLIK“ stellte in Frage, dass eine rot-rot-grüne Regierung einheitlicher handeln und sich weniger streiten würde. Aus ihrer Sicht sei fraglich, ob ein mögliches rot-rot-grünes Regierungsprojekt mit Inhalten gefüllt werden könne.
Stefan Reinecke von der „taz“ meinte, dass zur Zeit noch harte Themen fehlten, an denen sich Widerstand gegen die aktuelle Bundesregierung kristallisieren könne. Für Themen sozialer Gerechtigkeit gebe es zwar gesellschaftliche Mehrheiten, doch biete Schwarz-Gelb derzeit noch wenig Angriffspunkte. Die geplante Kopfpauschale könnte aus seiner Sicht einen ersten Fokus für die Opposition darstellen.
Die Veranstaltungsreihe „mediatuesday@taz“ wird von Helle Panke e.V., Linke Medienakademie e.V. und der taz-Genossenschaft gemeinsam ausgerichtet. Der nächste „mediatuesday“ über die Auswirkungen der neuen Medien auf die Privatsphäre wird am 13. April um 19.30 Uhr wieder im tazcafé stattfinden.
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