Helle Panke Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

Verantwortung nach 70 Jahren

Potsdam (ND). Es bestehe in diesem von allerlei Jubiläen überfrachtetem Jahr durchaus die Gefahr, ass ein wesentliches Datum unterbelichtet bleibe - der 70. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs. So begründete Dr. Detlef Nakath, Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Brandenburg, die Einladung zu einem Symposium, auf dem am Freitag in Potsdam insbesondere die deutsche Verantwortung für den Erhalt des Friedens diskutiert wurde.

Neben dem Militärhistoriker Manfred Messerschmitt beteiligten sich unter anderem Werner Röhr, Richard Lakowski sowie Andrej Shagow und Mirolslaw Mrosow vom militärhistorischen Institut in Moskau an der Debatte.

Erörtert wurden nicht nur Motive deutschen Expansionsstrebens, diskutiert wurde Polens fragile Stellung zwischen Westalliierten und der Sowjetunion. Trotz zahlreicher zum Teil gemeinsamer Forschungsarbeiten über die Periode des Zweiten Weltkrieges ergaben sich in der Diskussion, die als Sammelband veröffentlicht werden soll, Divergenzen unter anderem über die besonderen Beziehungen zwischen Berlin und Moskau.

Neues Deutschland, 30. 3. 2009, S. 18